Category Archives: Gebaudetypologie Bayern

Methodik und Rahmenbedingungen zur Beurteilung der Wirtschaftlichkeit

Energietechnische GestaltungsmaBnahmen im Gebaudebereich sind mit hohen Kosten ver — bunden und zielen auf die Reduzierung zukunftig notwendiger finanzieller Aufwendungen. Bei solchen Investitionen stellt sich naturgemaB die Frage der Wirtschaftlichkeit bzw. nach Investitionsalternativen.

1.1 Allgemeine Grundlagen

Zur Entscheidungsfindung stellt die betriebswirtschaftliche Investitionstheorie eine Reihe von Verfahren zur Verfugung. Grundsatzlich lassen diese sich in statische und dynamische Ver — fahren unterteilen.

• Statische Verfahren

Bekannte statische Verfahren der Investitionstheorie sind die Gewinnvergleichs — bzw. Kostenvergleichsrechnung, die Rentabilitatsvergleichsrechnung und die statische Amortisationsrechnung. Vorteile der statischen Verfahren sind in der einfachen Handhabung und im relativ geringen Informationsbedarf zu sehen. Allerdings bieten diese Verfahren keine ausreichende Basis zur Beurteilung von Investitions — entscheidungen, weil es sich bei Energiesparinvestitionen immer um mehrperiodige Entscheidungsprobleme handelt. Bei deren Beurteilung mussen die zeitliche Struktur der Ein — und Auszahlungsreihen und entsprechende Zinseffekte berucksichtigt werden. Ein haufig angewandtes Verfahren ist das der „statischen Amortisationszeit“.

• Dynamische Verfahren

Das wesentliche Merkmal von dynamischen Verfahren ist es, die zu unterschiedlichen Zeitpunkten anfallenden Zahlungen mit Hilfe der Zinseszinsrechnung auf einen ge — meinsamen Vergleichszeitpunkt ab — oder aufzudiskontieren. Somit haben Einnahmen und Ausgaben nicht nur uber ihren Betrag, sondern auch uber den Zeitpunkt des Cash­flows einen Einfluss auf das Ergebnis. Dies ist der entscheidende Vorteil gegenuber den statischen Verfahren. Zu den dynamischen Verfahren zahlt die Kapitalwertmetho — de, die Annuitatenmethode und die interne ZinsfuBmethode.

Kosten der eingesparten kWh — Ausgangsvariante „Durchschnittsverbraucher“

In Abbildung 7.3 sind die Kosten der eingesparten kWh Endenergie fur die MaBnahmen und Kosten nach Tabelle 4.1 fur Hochverbraucher (mittlerer Endenergiebedarf: 277 kWh/(m2a) fur die EFH/RH und 255 kWh/(m2a) fur MFH) im Bestand dargestellt. Diese Gebaude bilden die 10 % der Hochverbraucher im Bestand und somit energetisch weitgehend unsanierte Gebaude ab. Sie reprasentieren nicht den Verbrauch durchschnittlicher Gebaude im Bestand.

Die Wirtschaftlichkeit des MaBnahmenpaketes stellt sich deutlich anders dar, wenn von suboptimal gedammten Gebauden ausgegangen wird. Abbildung 7.10 zeigt die Ergebnisse der Berechnungen fur Gebaude, die im Mittel mit 206 kWh/(m2a) fur die EFH/RH und 170 kWh/(m2a) fur die MFH einen durchschnittlichen Energieverbrauch — gemessen am Bestand der Gebaude in Deutschland — aufweisen1. Der Bedarf dieser „Durchschnittsverbraucher“ liegt etwa 80 kWh/(m2a) unter dem der „Hochverbraucher“ und entspricht damit in etwa dem im Heizspiegel Munchen ausgewiesenen durchschnittlichen Verbrauch zentral beheizter Gebaude (vgl. Tabelle 3.3). Das hier berucksichtigte MaBnahmenpaket entspricht Tabelle 4.1 — aller — dings ohne die Solaranlage.

image053

Abbildung 7.10 — Kosten der eingesparten kWh Endenergie fur das MaBnahmenpaket nach Tabelle 4.1 ohne Solaranlage fur energetisch durchschnittliche Gebaude im Bestand (sog. „Durchschnittsverbraucher“)

Fur die Modellbildungen wurden die U-Werte der in Kapitel 2 vorgestellten Gebaude auf Basis der Gebaudetypologie Deutschland an die Baualtersklasse 1979 — 1983 angepasst. Ausnahmen: Die U-Werte der AuBenwande entsprechen Baualtersklasse 1984 — 1994. Durch den insgesamt besseren energetischen Standard der Gebaude wurde die Raumsolltempe — ratur wahrend der Heizzeit bei den Einfamilienhausern und Reihenendhausern auf 20 °C gesetzt.

Die Kosten der eingesparten kWh Endenergie steigen von bei den EFH/RH von 6,11 Cent/kWh (MaBnahmenpaket inkl. Solaranlage) fur die Hochverbraucher auf 8,67 Cent/kWh (MaBnahmenpaket ohne Solaranlage) fur die Durchschnittsverbraucher und bei den MFH von

4,39 Cent/kWh (MaBnahmenpaket inkl. Solaranlage) fur die Hochverbraucher auf 7,61 Cent/kWh (MaBnahmenpaket ohne Solaranlage) fur die Durchschnittsverbraucher. Die MaBnahmen stellen sich vor allem deswegen unvorteilhafter dar, weil die erzielbare Energie — kosteneinsparung — bei unveranderten Investitionskosten — gegenuber den Hochverbrauchern nahezu halbiert ist. Dennoch rechnen sich die MaBnahmen beim Mehrfamilienhaus bereits bei einer moderaten Energiepreissteigerung von 3 %/a fur die MFH und bei 4 % Energiepreis — steigerung fur die EFH/RH.

Energiebilanzberechnungen

Der Heizwarmebedarf wurde nach DIN V 4108-6 (Heizperiodenverfahren) berechnet. Die Energiebilanzberechnungen sind fur jedes untersuchte Gebaude ausfuhrlich im Anhang A dokumentiert. Der berechnete Heizwarmebedarf jedes Gebaudes ist in Tabelle 3.1 dokumen — tiert. Abweichend von DIN V 4108-6 („EnEV“ fur die Berechnung von Neubauten) wurden die Randbedingungen an die Bilanzierung von Bestandsgebauden angepasst. Die Modifikati — onen sind in Kap. 3.1 dokumentiert.

Klimadaten

Nach Angaben des IfE liegt die durchschnittliche Gradtagzahl in Bayern bei 4022 Kd. Damit ist das Klima in Bayern gegenuber dem Referenzstandort Wurzburg um ca. 8 % kalter. In der vorliegenden Studie wurde der Standort Munchen mit einer Gradtagzahl Gt(19/19) = 4063 Kd gegenuber Wurzburg mit einer Gradtagzahl Gt(19/19) = 3699 Kd nach DIN V 4108 — 6 als Referenzstandort gewahlt. Dieser Ansatz ist zudem gerechtfertigt, als etwa 12,4 % (1,5 Mio.) der Bevolkerung Bayerns (12,1 Mio.) im Raum Munchen (Stadt und Landkreis) lebt.

Annuitatenmethode — Kosten der eingesparten kWh Endenergie

Bei der Annuitatenmethode konnen die „Kosten der eingesparten kWh Endenergie“ als ein Beurteilungskriterium verwendet werden. Die Kosten Pein der eingesparten kWh Endenergie ergeben sich, indem man die annuitatischen Kosten K durch die jahrliche Energieeinsparung dividiert:

Pein K / (EEnergieverbrauch vor Sanierung EEnergieverbrauch nach Sanierung)

Die Kosten Pein der eingesparten kWh Energie werden schlieBlich mit dem mittleren zukunf — tigen Energiepreis P verglichen. Eine EnergiesparmaBnahme kann unter den getroffenen Annahmen dann als wirtschaftlich bezeichnet werden, wenn gilt:

P < P

ein

d. h. wenn die Kosten der eingesparten kWh Endenergie kleiner sind als der mittlere zukunf- tige Energiepreis. Beim Kriterium „Kosten der eingesparten KWh Endenergie“ ist der uber die gesamte Nutzungsdauer (z. B. eines Gebaudes) erwartete mittlere Energiepreis P entschei — dungsrelevant. Bei der Festlegung dieses Preises ist Folgendes zu beachten:

• Viele Investoren neigen zu der Annahme, dass die Energiepreise im Nutzungszeitraum der Investition konstant bleiben. Dies kann fur kurz — bis mittelfristige Nutzungszeiten durchaus vernunftig sein. Gerade bei langfristigen Investitionen wie z. B. beim Neubau oder der Modernisierung der Gebaudehulle wirkt sich eine unterschatzte Energiepreis — steigerung nachteilig auf die okonomische Beurteilung der MaBnahme aus.

• Politische Rahmenbedingungen wie z. B. Energiesteuern oder Energiezertifikate wer — den in Zukunft zu einer Steigerung der Energiepreise fuhren. Die Teuerungsrate fur Energie wird daher groBer oder zumindest gleich der allgemeinen Inflationsrate ausfal — len. Die Durchfuhrung von EnergiesparmaBnahmen kann somit auch als „Versiche — rung“ gegen Energiepreissteigerungen interpretiert werden.

Die Darstellung uber die „Kosten der eingesparten kWh Endenergie“ hat im Vergleich zur Berechnung des annuitatischen Gewinns mehrere Vorteile:

• Der Preis fur die eingesparte kWh Endenergie kann unmittelbar mit dem tatsachlichen Energiepreis verglichen werden.

• In die Berechnung von Pein gehen als Annahme uber die zukunftige Entwicklung nur die Kapitalmarktzinsen und eventuelle Preissteigerungen fur Zusatzkosten ein, aber nicht die relativ unsicher abzuschatzende Energiepreissteigerung. Dadurch ist die Unsicherheit uber die Energiepreisentwicklung ausschlieBlich im mittleren zukunftigen Energiepreis enthalten. Dieser kann je nach Einschatzung variiert werden, ohne dass neue Berechnungen erforderlich sind.

• Mit dem Preis pro eingesparter Einheit Endenergie als Beurteilungskriterium konnen nicht nur unterschiedliche Varianten einer MaBnahme (z. B. Dammstoffdicken), son — dern auch Alternativen aus vollig unterschiedlichen Bereichen (z. B. aus den Bereichen Dammung und Versorgungstechnik) verglichen werden.

Das Beurteilungskriterium „Kosten der eingesparten kWh Endenergie“ eignet sich insbeson — dere dann zur Beurteilung der Vorteilhaftigkeit einer Investition, wenn die Energiekostenein — sparungen vom Investor tatsachlich als Einnahmestrom realisiert werden konnen. Dies gilt vor allem im selbstgenutzten Wohnungsbau.

Das Kriterium erlaubt allerdings keine Aussage uber die Rentabilitat verschiedener MaBnah — men. Es zeigt jedoch, ob bestimmte Investitionen in energiesparende MaBnahmen vorteilhaf — ter sind als der Bezug von Endenergie.

Quellennachweis

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rung der CO2-Emissionen in Bayern bis zum Jahr 2010; TU Munchen, Lehrstuhl im Institut fur Energietechnik; Munchen; 2005

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neue Energieeinsparverordnung; Stellungnahme zum Referenten — entwurf vom 29. November 2000 bzw. Kabinettsbeschluss vom 7. Marz 2001; IWU; Darmstadt; 2001

[Loga; 2005] Loga, Dr. Diefenbach, Dr. Knissel, Born; „Kurzverfahren Energiepro-

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Bayerisches Staatsministerium fur Wirtschaft, Infrastruktur, Verkehr und Technologie / Bayerisches Staatsministerium des Innern (Oberste

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Подпись: [Opet; 2004] [PHI; 2005] [Techem; 2004] [Tecson; 2006] ZukunftsAgentur Brandenburg; OPET-Network, Europaisches Netz — werk zur Verbreitung von Energietechnologien im Gebaudesektor, Ar — beitspaket 4: Innovative Konzepte und Technologien fur die Wohnge — baudesanierung, Landerreport Deutschland; Potsdam; 2004

Passiv-Haus-Institut; Wirtschaftlichkeit von Warmedamm-MaBnahmen in Gebaudebestand; Studie im Auftrag des GDI; PHI; Darmstadt; 2005]

Techem AG; Energiekennwerte — Hilfen fur den Wohnungswirt; 2004

Anlagenaufwandszahl Endenergie

Die anlagentechnischen Kenndaten fur die Beurteilung der Energieeffizienz der Heizungsan — lagen im Bestand wurden der „Arbeitshilfe Energiepass“ der dena [dena; 2003] entnommen. Die darin aufgefuhrten Anlagenaufwandszahlen basieren auf Algorithmen und Kennwerten aus DIN V 4701-10 (Energetische Bewertung heiz- und raumlufttechnischer Anlagen, Teil 10: Heizung, Trinkwassererwarmung, Luftung) und DIN V 4701-12 (Energetische Bewertung heiz — und raumlufttechnischer Anlagen im Bestand, Teil 12: Warmeerzeuger und Trinkwas — sererwarmung).

In Tabelle 3.1 sind fur jedes Gebaude die Anlagenaufwandszahlen Endenergie Warmwasser sowie Endenergie Heizung fur das unsanierte Gebaude, fur eine Modernisierung der Hei — zungsanlage als EinzelmaBnahme sowie fur das vollstandig sanierte Gebaude inkl. Solaranla — ge zusammengestellt. Die Rechenwerte fur die Studie sind fett gedruckt. Zum Vergleich enthalt die Tabelle auch die Richtwerte der dena Arbeitshilfe fur unterschiedliche Standards der Rohrdammung, unterschiedliche Betriebsweisen der Heizungsanlage (mit/ohne Zirkulati — on Warmwasser), unterschiedliche Kesselbauarten (Standardkessel, NT/BW-Kessel) und unterschiedliche energetische Standards der Gebaude (Heizwarmebedarf).

Endenergieaufwandszahlen Warmwasser

Endenergieaufwandszahlen Heizung

Gebaudetyp — Baujahr

Rechen-

І і і 1

Rechen-

Arbeitshilfe dena — Tabellenwerte

wert

Bedarf

Arbeitshilfe dena — Tabellenwerte

wert

Rohrdammung

Zirkulation

Kesselbauart

Typologie

izwarme

Rohrdammung

Kesselbauart

Typologie

mafcig

izAnlV

mit

ohne

Stand

NT/BW

mafcig

HeizAnlV

Stand

NT

BW

[-]

[-]

[-]

h/(m2a)]

[-]

[-]

[-]

[-]

[-]

[-]

EFH 49

x

x

2,78

2,10

2,10

208

x

1,41->1,37

1,31->1,25

1,14->1,12

1,25

Heizung — unsaniertes Gebaude

x

x

2,62

1,98

1,98

208

x

1,41->1,37

1,31->1,25

1,14->1,12

1,12

Alle, inkl. Heizung & Solarthermie

x

x

0,99

0,99

70

x

1,61->1,56

1,49->1,42

1,30->1,28

1,28

EFH 49 (A)

x

x

2,78

2,10

2,10

206

x

1,41->1,37

1,31->1,25

1,14->1,12

1,25

Heizung — unsaniertes Gebaude

x

x

2,62

1,98

1,98

206

x

1,41->1,37

1,31->1,25

1,14->1,12

1,12

Alle, inkl. Heizung & Solarthermie

x

x

0,99

0,99

69

x

1,61->1,56

1,49->1,42

1,30->1,28

1,28

EFH 53

x

x

2,78

2,10

2,10

223

x

1,41->1,37

1,31->1,25

1,14->1,12

1,25

Heizung — unsaniertes Gebaude

x

x

2,62

1,98

1,98

223

x

1,41->1,37

1,31->1,25

1,14->1,12

1,12

Alle, inkl. Heizung & Solarthermie

x

x

0,99

0,99

83

x

1,61->1,56

1,49->1,42

1,30->1,28

1,28

EFH 70

x

x

2,78

2,10

2,10

183

x

1,41->1,37

1,31->1,25

1,14->1,12

1,25

Heizung — unsaniertes Gebaude

x

x

2,62

1,98

1,98

183

x

1,41->1,37

1,31->1,25

1,14->1,12

1,12

Alle, inkl. Heizung & Solarthermie

x

x

0,99

0,99

62

x

1,61->1,56

1,49->1,42

1,30->1,28

1,28

REH 64

x

x

2,78

2,10

2,10

208

x

1,41->1,37

1,31->1,25

1,14->1,12

1,31

Heizung — unsaniertes Gebaude

x

x

2,62

1,98

1,98

208

x

1,41->1,37

1,31->1,25

1,14->1,12

1,12

Alle, inkl. Heizung & Solarthermie

x

x

0,99

0,99

72

x

1,61->1,56

1,49->1,42

1,30->1,28

1,28

REH 75

x

x

2,78

2,10

2,10

170

x

1,44->1,40

1,31->1,25

1,14->1,12

1,31

Heizung — unsaniertes Gebaude

x

x

2,62

1,98

1,98

170

x

1,41->1,37

1,31->1,25

1,14->1,12

1,12

Alle, inkl. Heizung & Solarthermie

x

x

0,99

0,99

65

x

1,61->1,56

1,49->1,42

1,30->1,28

1,28

RMH 69

x

x

2,78

2,10

2,10

175

x

1,44->1,40

1,31->1,25

1,14->1,12

1,31

Heizung — unsaniertes Gebaude

x

x

2,62

1,98

1,98

175

x

1,41->1,37

1,31->1,25

1,14->1,12

1,12

Alle, inkl. Heizung & Solarthermie

x

x

0,99

0,99

69

x

1,61->1,56

1,49->1,42

1,30->1,28

1,28

MFH 52

x

x

1,90

1,68

1,68

205

x

1,27->1,23

1,23->1,18

1,09->1,08

1,18

Heizung — unsaniertes Gebaude

x

x

1,90

1,68

1,68

205

x

1,41->1,37

1,31->1,25

1,14->1,12

1,08

Alle, inkl. Heizung & Solarthermie

x

x

1,01

1,01

62

x

1,41->1,37

1,37->1,31

1,22->1,21

1,21

MFH 67

x

x

1,90

1,68

1,68

187

x

1,27->1,23

1,23->1,18

1,09->1,08

1,18

Heizung — unsaniertes Gebaude

x

x

1,90

1,68

1,68

187

x

1,41->1,37

1,31->1,25

1,14->1,12

1,08

Alle, inkl. Heizung & Solarthermie

x

x

1,01

1,01

55

x

1,41->1,37

1,37->1,31

1,22->1,21

1,21

MFH 69 (A)

x

x

1,90

1,68

1,68

203

x

1,27->1,23

1,23->1,18

1,09->1,08

1,18

Heizung — unsaniertes Gebaude

x

x

1,90

1,68

1,68

203

x

1,41->1,37

1,31->1,25

1,14->1,12

1,08

Alle, inkl. Heizung & Solarthermie

x

x

1,01

1,01

62

x

1,41->1,37

1,37->1,31

1,22->1,21

1,21

MFH 74

x

x

1,90

1,68

1,68

174

x

1,27->1,23

1,23->1,18

1,09->1,08

1,18

Heizung — unsaniertes Gebaude

x

x

1,90

1,68

1,68

174

x

1,41->1,37

1,31->1,25

1,14->1,12

1,08

Alle, inkl. Heizung & Solarthermie

x

x

1,01

1,01

57

x

1,41->1,37

1,37->1,31

1,22->1,21

1,21

Tabelle 3.1 — Anlagenaufwandszahlen Endenergie Heizung & Warmwasser

Grenzen und Kriterien der betriebswirtschaftlichen Beurteilung

Die Frage ob sich eine Investition „rechnet“, ist haufig das wesentliche oder sogar einzige Entscheidungskriterium bei der Beurteilung von energiesparenden MaBnahmen. Diese Fixie — rung auf rein okonomische Kriterien ist jedoch bedenklich, da Grenzen bei Wirtschaftlich — keitsrechnungsverfahren beachtet werden mussen:

Grenzen der okonomischen Bewertung

• Wirtschaftlichkeitsrechnungen konnen keine exakten Werte fur zukunftige Kosten und kunftige Nutzen von Investitionen liefern, da alle Aussagen mit Unsicherheiten behaf — tet sind (z. B. Festlegung Kalkulationszins, Energiepreise, Energiepreissteigerung, …). Nur innerhalb einer gewissen "Bandbreite" — die leicht bis zu ± 15 % ausmachen kann — kann eine Wirtschaftlichkeitsrechnung uberhaupt verlassliche Aussagen treffen.

• Die unterschiedlichen methodischen Ansatze zur Berechnung der Wirtschaftlichkeit konnen zu unterschiedlichen Ergebnissen fuhren. Insbesondere entstehen durch unter — schiedliche Nutzungsdauern der Investitionsalternativen Verzerrungen beim Vergleich der verschiedenen Methoden.

• Haufig kann bei Wirtschaftlichkeitsrechnungen keine Entscheidung zwischen unter — schiedlichen Investitionsalternativen getroffen werden, da die Ergebnisse fur verschie — dene Alternativen oft so nah nebeneinander liegen, dass das Wirtschaftlichkeitskriteri — um allein keine vernunftige Entscheidung erlaubt. Insbesondere ist dies haufig bei der Bestimmung "optimaler" Investitionskennwerte, z. B. der "optimalen Dammstoffdicke" der Fall: das Kostenoptimum ist oft extrem flach ausgebildet. Angesichts der bei der Berechnung einflieBenden Unsicherheiten gibt es einen ganzen Bereich "relativ opti­maler" MaBnahmen, unter denen nun eine Entscheidung nach anderen als wirtschaftli — chen Kriterien vorzunehmen ist.

• Asthetische Gesichtspunkte, die Finanzierbarkeit einer Modernisierung, aber auch Komfort — oder Reprasentationswunsche sowie eingespielte Ablaufe beim Investor, sind haufig entscheidende Kriterien bei Investitionsentscheidungen. Diese konnen jedoch nur schwer, u. U. uberhaupt nicht in eine Wirtschaftlichkeitsberechnung eingearbeitet werden.

Subjektive Kriterien

Daruber hinaus gibt es "subjektive" Kriterien, die neben der Wirtschaftlichkeit von groBer Wichtigkeit sind:

• Komforterhohungen (z. B. angenehmeres Raumklima, bequemere Bedienung), die sich meist nicht oder nur schwer finanziell quantifizieren lassen

• Sicherheitspunkte (z. B. hohere Versorgungssicherheit durch hohere eigene Reserven an Energietragern)

• Umweltkriterien (z. B. geringere Emission und damit Schutz der menschlichen Ge — sundheit und der betroffenen Okosysteme)

• Wertsteigerungen (z. B. Erhalt und Konservierung von Bausubstanz, kunstlerische Gestaltung)

• Soziale Auswirkungen (z. B. Schaffung von Kommunikationsbereichen, Verbesserung des Wohnumfeldes) u. a. m.

Als Summe dieser Veranderungen einer Immobilie durch eine Modernisierung ergibt sich eine bessere Vermietbarkeit und somit ein gesicherter Einnahmestrom fur z. B. Wohnungsun — ternehmen. In eine Wirtschaftlichkeitsrechnung lassen sich diese Gesichtspunkte prinzipiell einarbeiten. Einzelne Wohnungsunternehmen arbeiten bereits auf diesem Niveau bei der Vorbereitung von Investitionsentscheidungen.

Anlage B — Hausdatenblatter

image055

Haustyp Einfamilienhaus

Baualtersklasse 1949 bis 1968 Wohnflache 118 m2 Endenergiebedarf

Heizung & Warmwasser 287 kWh/(m2a)

Bedeutung in Bayern

Anteil Wohngebaude im

Bestand 16,2%

Bauteilskizze

 

Beschreibung

 

Auden

 

Подпись: wand24 cm Oder 30 cm Hohlblockmauerwerk aus Bimsbeton, Huttenbimsbeton Oder Schlackenbeton, beidseitg verputzt

24 / 30 cm Vollziegel, beidseitig verputzt

image057

15 cm Stahlbetondecke rnit schwimm Estrich auf 1 bis 3 cm Dammung

Dach-

 

Подпись: schrageПодпись: Fenster
Ziegel auf Sparschalung, 2,5 bis 5 cm minaralisierte Holzwolle-Leichtbauplatten, unterseitig verputzt

image059
image060

4 bis 6 cm Mineralwolle zwischen den Spa men, Gipskartonplatten

Standard Olkessel

Подпись: WarmwasserbereitungWarmwasserbereitung uber den Heizkessel mit beigestelltem Speicher

image062

image013

Sparpotential der Einzelma&mahmen

 

00

 

Aulienwand Dach/OG Kellerdecke Fenster Solaranlage Heizung

 

Dammkonstruktion

 

Beschreibung

 

U-Wert

 

Vollkosten

 

energie-

bedingte

Mehr-

kosten

 

Kosten der

 

gesparten

kWh

 

[Cent/kWh]

 

image063

16 cm Warmedammverbundsystem auf Altputz, gewebearmierter Neuputz

 

ШЖ//А

 

image064

6 cm Dammung, unterseitig, geklebt Oder gedubelt

 

0.37

 

Oder bei Erneuerung des Bodenbelages oberseitig

 

image065

20 cm Aufsparrendammung bei Erneuerung der Dacheindeckung

 

0,15

 

20 cm Dammung zwischen/unter den Sparren bei Dachausbau

 

Fenster

 

rieue Holzfenster mit 2-Scheiben- Warmeschutzglasung

 

Voll­

kosten

 

Mehr-

kosten

 

Modermsierung der Heizungstechnik und der Warmwasserbereitung

 

Heizsystem

 

Einbau eines neuen Ol-Niedertemperaturkessels

 

Warmwasserbereitung

 

Installation einerthermischen Solaranlage

 

Deckungsgrad ca. 50%

 

Alle MalJnahmen

 

ausgehend von 5,9 Cent/kWh betragt der mittlere Energiepreis bei 20 Jahren Betrachtungszeitraum und

 

3 % Energiepreissteigerung

 

Die Malinahmen smd rentabel, wenn die Kosten der eingesparten kWh

 

4 % Energiepreissteigerung

 

image020

image066

Baualtersklasse Wohnflache Endenergiebedarf Heizung &Warmwasser

 

kWh/(m2a)

 

Bedeutung in Bayern

Anteil Wohngebaude im Bestand

 

Bauteilskizze

 

image067

24 cm Oder 30 cm Hohlblockmauerwerk aus Bimsbeton, Hutteribimsbeton Oder Schlackenbeton, beidseitg verputzt

 

24 cm Hochlochziegel, beidseitig verputzt

 

24 cm Oder 30 cm Vollziegel. beidseitig verputzt

 

image068

15 cm Stahlbetondecke mit schwimm. Estrich auf 1 bis 2 cm Dammung

 

15 cm Stahlbetondecke, oberseitig Estrich ohne Dammung

 

image069

13 bis 15 cm Stahlbeton mit schwimm. Estrich auf 2 cm Steinwolleplatten Oder Holzwolleleichtbauplatten

 

Holzbalkendecke mitSchlackefullung, unterseitig Putz auf Schilfrohrtrager

 

Holzbalkendecke mitMineralfaserplatten, Heraklith verputzt

 

image070

Ziegel auf Sparschalung. 2,5 bis 5 cm rninaralisierte Holzwolle-Leichtbauplatten, unterseitig verputzt

 

Sparren mitSchalung, ohne Dammung

 

Fenster

 

Einfachverglasung in Holzrahmen

 

Holzrahmen mit Doppelverglasung

 

fi

 

Holzrahmen mit Isolierverglasung

 

Heizungstechmk

 

Heizsystem

 

Standard Olkessel

 

warmwasserbereitung

 

Warmwasserbereitung uber den Heizkessel mit beigestelltem Speicher

 

image071

image012

image072
image073

Istzustand ‘/и 11st an dig

saniert

 

Auftenwand

 

Dach/OG

 

Kellerdecke

 

Fenster

 

Solaranlage

 

Heizung

 

Dammkonstruktion

 

Beschreibung

 

Vollkosten

 

energie-

bedingte

Mehr-

kosten

 

Kosten der

 

gesparten

kWh

 

[W/(m5K)]

 

[Cent/kWh]

 

image074

16 cm Warmedarnmverbundsystem auf Altputz, gewebearmierter Neupulz

 

0.19

 

image068

6 cm Dammung, unterseitig, geklebt Oder gedubelt

 

0.39

 

oder bei Erneuerung des Bodenbelages oberseitig

 

image069

20 cm Dammung, oberseitig, begehbarer Bodenbelag

 

0,17

 

image070

20 cm Aufsparrendammung bei Erneuerung der Dacheindeckung

 

0.18

 

20 cm Dammung zwischen/unter den Sparren bei Dachausbau

 

Fenster

 

neue Holzfenster mit 2-Scheiben- Warmeschutzglasung

 

Voll­

kosten

 

Mehr-

kosten

 

Modermsierung der Heizungstechmk und der Warmwasserbereitung

 

Heizsystem

 

Einbau eines neuen Ol-Niedertemperaturkessels

 

Warmwasserbereitung

 

Installation einerthermischen Solaranlage

 

Deckungsgrad ca. 50%

 

image075
image076

Die MaBnahmen sind rentabel, wenn die Kosten der emgesparten kWh

 

image077

Foto: Stadt Erlangen Umwellamt

 

Haustyp Eirifamilienhaus

 

image078

Baualtersklasse 1949 bis 1968 Wohnflache 111m2 Endenergiebedarf

Heizung & Warmwasser 306 kWh/(m2a)

Bedeutung in Bayern

Anteil Wohngebaude im

Bestand 16,2%

Подпись: Bauteilskizze

image080 Подпись: 24 cm Oder 30 cm Hohlblockmauennierk aus Bimsbeton Huttenbimsbeton oderSchlackenbeton, beidseitg verputzt

Beschreibung

image082 Подпись: :'НТП

24 cm Oder 30 cm Bimsvollsteine, beidseitg verputzt

Подпись: Dach Подпись: 15 cm Stahlbetondecke mit schwimm. Estrich auf 1 bis 3 cm Dammung

24 cm Hochlochziegel, beidseitig verputzt

Подпись: schrageПодпись: Fenster
Ziegel auf Sparschalung, 2,5 bis 5 cm minaralisierte Holzivolle-Leichtbauplatten, unterseitig verputzt

image088
image089

4 bis 6 cm Mineralwolle zwischen den Sparren Gipskartonplatten

Standard Olkessel

Подпись: warmwasserbereitungWarmwasserbereitung uber den Heizkessel mit beigestelltem Speicher

image062

image091

Sparpotential der Einzelmal&mahmen

 

Istzustand vollstandig saniert

 

Aufienwand Dach/OG Kellerdecke Fenster Solaranlage

 

Heizung

 

energie-

bedingte

Mehr-

kosten

 

Dammkonstruktion

 

Beschreibung

 

U-Wert

 

Vollkosten

 

Kosten der

 

qesparten

kWh

 

[W/(m2K)]

 

[CentfkWh]

 

image092

16 cm Warmedammverbund — system auf Altputz, gewebearmierter Neuputz

 

15200

 

Х///Ж//А

 

image093

6 cm Dammung, unterseitig, geklebt Oder gedubelt

 

0,37

 

oderbei Emeuerung des Bodenbelages oberseitig

 

Dach

 

ЩПЩТХШШХ

 

schrage

 

20 cm Aufsparrendammung bei Emeuerung der Dacheindeckung

 

20 cm Dammung zwischen/unter den Sparren bei Dachausbau

 

Fenster

 

neue Holzfenster mit 2-Scheiben- Warmeschutzglasung

 

Voll­

kosten

 

Mehr-

kosten

 

Modernisierung der Heizungstechnik und der Warmwasserbereitung

 

Heizsystem

 

Einbau eines neuen Ol-Niedertemperaturkessels

 

Warmwasserbereitung

 

Installation einerthermischen Solaranlage

 

Deckungsgrad ca 50%

 

A e MaBnahmen

 

ausgehend von 5,9 Cent/kWh betragt der mittlere Energiepreis bei 20 Jahren Betrachtungszeitraum und:

 

3 % Energiepreissteigerung

 

Die Malinahmen sind rentabel, wenn die Kosten der eingesparten kWh

 

4 % Energiepreissteigerung

 

image094

image095

image096

Sparpotential der EinzelmaKmahmen

 

00

 

Istzustand vollstandig samert

 

Aulsenwand Dach/OG Kellerdecke

 

Fenster

 

Solaranlage

 

Heizung

 

Dammkonstruktion

 

Beschreibung

 

U-Wert

 

Vollkosten

 

energie-

bedingte

Mehr-

kosten

 

Kosten der

 

qesparten

kWh

 

[W/(m2K)]

 

[CentfkWh]

 

image097

16 cm Warmedammverbundsystem auf Altputz, gewebearmierter Neuputz

 

0,19

 

Ke er-

 

decke

 

6 cm Dammung, unterseitig, geklebt Oder gedubelt

 

0,34

 

oderbei Erneuerung des Bodenbelages oberseitig

 

77ТЩТТТГ

 

Dach

 

ТГШТЩТ

 

schrage

 

20 cm Aufsparrendammung bei Erneuerung der Dacheindeckung

 

20 cm Dammung zwischen/unter den Sparren bei Dachausbau

 

Fenster

 

neue Holzfenster mit 2-Scheiben- Warmeschutzglasung

 

Voll­

kosten

 

Mehr-

kosten

 

Modernisierung der Heizungstechnik und der Warmwasserbereitung

 

Heizsystem

 

Einbau eines neuen Ol-Niedertemperaturkessels

 

Warmwasserbereitung

 

Installation einerthermischen Solaranlage

 

Deckungsgrad ca 50%

 

A lie MaRnahmen

 

ausgehend von 5,9 Cent/kWh betragt der mittlere Energiepreis bei 20 Jahren Betrachtungszeitraum und:

 

3 % Energiepreissteigerung

 

Die Mafinahmen sind rentabel, wenn die Kosten der eingesparten kWh

 

4 % Energiepreissteigerung

 

image062image098

image099

image100

Sparpotential der EinzelmaHmahmen

 

100

 

Istzиstand vollstandig sariiert

 

Auftenwand Dach/OG Ke erdecke

 

Fenster

 

Solaranlage

 

Heizung

 

Dammkonstruktion

 

Beschreibung

 

U-Wert

 

Vollkosten

 

energie-

bedingte

Mehr-

kosten

 

Kosten der

 

[W/(maK)]

 

[Cent/kWh]

 

image101

16 cm Warmedammverbundsystem auf Altputz, gewebearmierter Neuputz

 

14700

 

0,19

 

image102

6 cm Dammung, unterseitig. geklebt Oder gedubelt

 

0.35

 

Oder bei Erneuerung des Bodenbelages oberseitig

 

oberste

 

20 cm Dammung, oberseitig, neue Dachhaut

 

image103

0.15

 

m HHillUUih

 

20 cm Dammung, oberseitig, begehbarer Bodenbelag

 

image104

20 cm Aufsparrendammung bei Erneuerung der Dacheindeckung

 

0.15

 

20 cm Dammung zwischen/unter den Sparren bei Dachausbau

 

Fenster

 

neue Holzfenster rmt 2-Scheiben- Warmeschutzglasung

 

Voll­

kosten

 

Mehr-

kosten

 

Modermsierung der Heizungstechmk und der Warmwasserbereitung

 

Heizsystem

 

Einbau eines neuen Ol-Niedertemperaturkessels

 

Warmwasserbereitung

 

Installation einerthermischen Solaranlage

 

Deckungsgrad ca. 50%

 

A lie MaRnahmen

 

ausgehend von 5,9 Cent/kWh betragt der mittlere Energiepreis bei 20 Jahren Betrachtungszeitraum und

 

3 % Energiepreissteigerung

 

Die MaRnahmen smd rentabel, wenn die Kosten der emgesparten kWh

 

4 % Energiepreissteigerung

 

image105

image106

image107

Sparpotential der EinzelmaRmahmen

 

Istzustand vollstandig saniert

 

Aulienwand Dach/OG Kellerdecke Fenster Solaranlage Heizung

 

Dammkonstruktion

 

Beschreibung

 

Vollkosten

 

energie-

bedingte

Mehr-

kosten

 

Kosten der

 

gesparten

kWh

 

|VV/(m2K)]

 

[Cent/kWh]

 

image108

16 cm Warmedammverbundsystem auf Altputz, gewebearmierter Neuputz

 

15300

 

0,17

 

image109

6 cm Dammung, unterseitig, geklebt Oder gedubelt

 

0,36

 

Oder bei Erneuerung des Bodenbelages oberseitig

 

image110

20 cm Dammung, oberseitig, begehbarer Bodenbelag

 

0.13

 

image111

20 cm Aufsparrendammung bei Erneuerung der Dacheirideckung

 

0,15

 

20 cm Dammung zwischen/unter den Sparren bei Dachausbau

 

Fenster

 

neue Holzfenster mit 2-Scheiben — Warmeschutzglasung

 

10300

 

Voll­

kosten

 

Mehr-

kosten

 

Modermsierung der Heizungstechmk und der Warmwasserbereitung

 

Heizsystem

 

Einbau eiries neuen Ol-Niedertemperaturkessels

 

Warmwasserbereitung

 

Installation eirierthermischen Solaranlage

 

Deckungsgrad ca. 50%

 

image112
image113

Die Maiinahmen smd rentabel, wenn die Kosten der eingesparten kWh

 

image062image114

image115

image116

Sparpotential der Einzelmaftmahmen

 

AuGenwana Dach/OG Ke erdecke

 

Fenster Solaranlage

 

Heizung

 

energie-

bedingte

Mehr-

kosten

 

Dammkonstruktion

 

Beschreibung

 

U-Wert

 

Vollkosten

 

Kosten der

 

qesparten

kWh

 

[W/(m2K)]

 

[CentfkWh]

 

image117

16 cm Warmedammverbund system a Lit Altputz, gewebearmierter Neuputz

 

0,17

 

image118

6 cm Dammung, unterseitig, geklebt Oder gedubelt

 

0,36

 

oderbei Erneuerung des Bodenbelages oberseitig

 

oberste

 

image119

20 cm Dammung, oberseitig, begehbarer Bodenbelag

 

Fenster

 

neue Holzfenster mit 2-Scheiben- Warmeschutzglasung

 

Voll­

kosten

 

Mehr-

kosten

 

Modernisierung der Heizungstechnik und der Warmwasserbereitung

 

Heizsystem

 

Einbau eines neuen Ol-Niedertemperaturkessels

 

Warmwasserbereitung

 

Installation einerthermischen Solaranlage

 

Deckungsgrad ca 50%

 

A e MaBnahmen

 

ausgehend von 5,9 Cent/kWh betragt der mittlere Energiepreis bei 20 Jahren Betrachtungszeitraum und:

 

3 % Energiepreissteigerung

 

Die Mafinahmen sind rentabel, wenn die Kosten der eingesparten kWh

 

4 % Energiepreissteigerung

 

image062image120

image121

image122

Sparpotential der EinzelmaBmahmen

 

Auftenwand Dach/OG Kellerdecke Fenster Solaranlage Heizung

 

image123

image062image124

image125

image126

Sparpotential der EinzelmaBmahmen

 

Istzustand vollslandig saniert

 

Auftenwana Dach/OG Kelleraecke Fenster Solaranlage Heizung

 

Dammkonstruktion

 

Beschreibung

 

U-Wert

 

Vollkosten

 

energie-

bedingte

Mehr-

kosten

 

Kosten der

 

gesparten

kWh

 

[Cent/kWh]

 

image127

16 cm Warmedammverbundsystem auf Altputz, gewebearmierter Neuputz

 

144100

 

image128

6 cm Dammung, unterseitig, geklebt Oder gedubelt

 

0.36

 

Oder bei Erneuerung des Bodenbelages oberseitig

 

image129

20 cm Dammung, oberseitig, begehbarer Bodenbelag

 

21500

 

bei Flachdach 20 cm Dammung oberseitig und neue Dachhaut

 

61500

 

0,16

 

21500

 

Fenster

 

rieue Holzfenster mit 2-Scheiben — Warmeschutzglasung

 

129500

 

Voll­

kosten

 

Mehr-

kosten

 

Modermsierung der Heizungstechnik und der Warmwasserbereitung

 

Heizsystem

 

Gas Brennwert

 

Warmwasserbereitung

 

Installation einerthermischen Solaranlage

 

Deckungsgrad ca. 50%

 

image130
image131

Die Malinahmen smd rentabel, wenn die Kosten der eingesparten kWh

 

image062image132

image133

image134
image135

Istzustand vollstandig saniert

 

Aul2enwand

 

Dach/OG

 

Kellerdecke

 

Fenster

 

Heizung

 

Dammkonstruktion

 

Beschreibung

 

U-Wert

 

Vollkosten

 

energie-

bedingte

Mehr-

kosten

 

Kosten der

 

qesparten

kWh

 

[W/(m2K)]

 

[Cent/kWh]

 

image136

16 cm Warmedammverbundsystem auf Altputz, gewebearmierter Neuputz

 

40000

 

0.19

 

image137

6 cm Dammung, unterseitig, geklebt Oder gedQbelt

 

‘AZZAZZAZ’ZZZZtZZ-J

 

0.37

 

oderbei Erneuerung des Bodenbelages oberseitig

 

image138

decke

 

20 cm Dammung, oberseitig, begehbarer Bodenbelag

 

0,15

 

Fenster

 

neue Holzfenster mit 2-Scheiben- Warmeschutzglasung

 

Voll­

kosten

 

Mehr-

kosten

 

Modernisierung der Heizungstechmk und der Warmwasserbereitung

 

Heizsystem

 

Gas Brennwertkessel

 

Warmwasserbereitung

 

Installation einerthermischen Solaranlage

 

Deckungsgrad ca. 50%

 

A e MaBnahmen

 

ausgehend von 5,9 Cent/kWh betragt der mittlere Energiepreis bei 20 Jahren Betrachtungszeitraum und:

 

3 % Energiepreissteigerung

 

Die Malinahmen sind rentabel, wenn die Kosten der eingesparten kWh

 

4 % Energiepreissteigerung

 

image139

image012

Haustyp Mehrfamilienhaus

 

Baualtersklasse 1969 bis 1978 Wohnflache 1145 m2 Endenergiebedatf

Heizung & Warmwasser 233 kWh/(maa)

 

Bedeutung in Bayern

Anteil Wohngebaude im

Bestand 2,0%

 

Bauteilskizze

 

Beschreibung

 

U-Wert

 

image140image141

image142

Sparpotential der EinzelmaRmahmen

 

100

 

Istzustand vollstandig saniert

 

AufSenwand Dach/OG Kellerdecke Fenster Solaranlage Heizung

 

energie-

bedingte

Mehr-

kosten

 

Dammkonstruktion

 

Beschreibung

 

U-Wert

 

Vollkosten

 

Kosten der

 

qesparten

kWh

 

[W/(m2K)]

 

[CentfkWh]

 

image143

16 cm Warmedammverbundsystem auf Altputz, gewebearmierter Neuputz

 

97600

 

0.19

 

Keller­

 

decke

 

6 cm Dammung, unterseitig, geklebt Oder gedubelt

 

oderbei Erneuerung des Bodenbelages oberseitig

 

F achdach

 

Oder

 

20 cm Dammung oberseits und neue Dachhaut

 

38100

 

0,14

 

20 cm Dammung, oberseitig, begehbarer Bodenbelag

 

13300

 

image144

Fenster

 

neue Holzfenster mit 2-Scheiben- Warmeschutzglasung

 

Voll­

kosten

 

Mehr-

kosten

 

Modernisierung der Heizungstechnik und der Warmwasserbereitung

 

Heizsystem

 

Gas Brennwertkessel

 

13500

 

Warmwasserbereitung

 

Installation einerthermischen Solaranlage

 

Deckungsgrad ca 50%

 

A e MaBnahmen

 

ausgehend von 5,9 Cent/kWh betragt der mittlere Energiepreis bei 20 Jahren Betrachtungszeitraum und:

 

image145

Die Malinahmen sind rentabel, wenn die Kosten der eingesparten kWh

 

image146image147

I — Kunststofffenster, Isolierverglasung Г Alu — oder 5tahlfensterj Isolierverglasung

[1] bis 6 cm Mineralwolle zwischen den Spa men, Gipskartonplatten

Modifikation der Standardannahmen

Die durch WarmeschutzmaBnahmen bei Altbauten erzielbare Energieeinsparung wird in der Regel mit Hilfe von stationaren Energiebilanzverfahren berechnet. Dabei machen Energiebe — rater vielfach die Erfahrung, dass die eingesetzten Berechnungsverfahren fur den Ausgangs — zustand Energiebedarfswerte liefern, die erheblich uber den gemessenen Verbrauchswerten liegen. Dies trifft insbesondere fur Einfamilienhauser mit schlechtem Warmeschutz zu. Entsprechend optimistisch erscheint die berechnete Energieeinsparung. Die moglichen Ursa — chen fur die Uberschatzung des Heizenergiebedarfs sind vielfaltig (Nachtabsenkung, Teilbe- heizung, geringerer Luftwechsel, hohere innere Warmequellen, gunstigere Klimabedingun — gen, U-Werte, …).

Im Rahmen der Energieberatung erfolgt meist eine Anpassung der berechneten Bedarfswerte an die gemessenen Verbrauchswerte durch Absenken der Raum-Solltemperatur gegenuber dem Standardwert von 20 °C, z. T. auch durch Absenkung des rechnerischen Luftwechsels. Durch den damit erzielbaren Abgleich zwischen Bedarfs — und Verbrauchswert kann der Effekt einer energiesparenden MaBnahme realistischer abgeschatzt werden. Die Erfahrung zeigt zudem, dass energetisch hochwertige Gebaude eine gegenuber energetisch schlechten Gebauden eine hohere mittlere Raumtemperatur aufweisen, in Passivhausern deutlich uber 20 °C. In der Praxis wird somit der energiesparende Effekt der warmedammenden MaBnahmen z. T. durch die hohere mittlere Raumtemperatur wieder ausgeglichen.

Um die Effekte energiesparender MaBnahmen nicht zu uberschatzen, wurden daher die Eingangsdaten der Energiebilanzberechnungen in plausiblen Grenzen so variiert, dass die Ergebnisse der Energiebilanzberechnungen mit den Ergebnissen des aktuellen Heizspiegels Munchen [Heizspiegel; 2005] korrespondieren. Folgende Anderungen gegenuber den Stan — dard-Rahmenbedingungen wurden vorgenommen:

• Raumsolltemperatur

Die Raumsolltemperatur wurde fur alle Einfamilienhauser im unsanierten Zustand vom Standardwert 20 °C auf 18 °C und bei den Reihenendhausern von 20 °C auf 19 °C re — duziert. Fur das Reihenmittelhaus wird mit 20 °C Raumsolltemperatur gerechnet. Die — ser Ansatz ist praxisgerecht [Loga; 1999]. Im sanierten Zustand wird fur alle Gebaude generell mit einer Raumsolltemperatur von 20 °C gerechnet.

• Warmebruckenverlustkoeffizient

Ein Warmebruckenverlustkoeffizient wurde fur alle Gebaude im unsanierten Zustand nicht berucksichtigt. Durch den AuBenbezug der Gebaudehullflachen ist dieser Ansatz gerechtfertigt, tatsachlich sind Warmebruckeneffekte in energetisch sehr schlechten Konstruktionen rechnerisch in erster Naherung — bei AuBenmaBen — zu vernachlassigen, sofern nur wenige auskragende (Beton-)Bauteile vorhanden sind. Im sanierten Zustand wird dagegen mit einem pauschalen Warmebruckenverlustkoeffizienten von 0,05 W/(m2Hullflachea) gerechnet.

• U-Werte

Die U-Werte wurden auf Basis der Gebaudetypologie Deutschland [IWU; 2003] ent- sprechend der Baualtersklasse und dem Gebaudetyp festgelegt. Nachtraglich durchge — fuhrte energetische Sanierungen wurden nicht berucksichtigt, die Datensatze bilden die Gebaude im Zustand der Errichtung ab. In Ausnahmen wurden einzelne U — Werte von Bauteilen im unsanierten Zustand abweichend von den Vorgaben der Ge­baudetypologie Deutschland angesetzt. Dabei wurden in der Regel niedrigere U-Werte berucksichtigt. Die Modifikationen sind in Tabelle 3.2 dokumentiert.

Modifizierte U-Werte gegenuber den Angaben der Gebaudetypologie Deutschland

Gebaude

Bauteil

Gebaudetypologie Deutschland

Rechenwert Studie

RH 64

AuBenwand

1,44 W/(m2K)

1,21 W/(m2K)

RH 75

AuBenwand

0,80 W/(m2K)

1,07 W/(m2K)

MFH 52

AuBenwand

1,44 W/(m2K)

1,21 W/(m2K)

MFH 52

Kellerdecke

1,65 W/(m2K)

0,97 W/(m2K)

MFH 67

o. Geschossdecke

2,30 W/(m2K)

1,41 W/(m2K)

Tabelle 3.2

• Transmissionswarmeverluste

Die Korrekturfaktoren zum unbeheizten Dachraum sowie zum unbeheizten Keller sind gegenuber der Energieeinsparverordnung (EnEV) von 0,8 auf 1,0 (Dach) sowie von 0,6 auf 0,5 (Keller) verandert.

• Luftwechsel

Der Luftwechsel im unsanierten Zustand wurde auf 0,6 h-1 festgelegt. Nach DIN V 4108 — 6 entspricht dieser Luftwechsel der Standard-Luftwechselrate bei luftdichtheits — gepruften Gebauden (nL50 < 3,0 h-1) im Neubau. Aktuelle Forschungsprojekte zum Luftwechsel in Bestandsgebauden kommen zu ahnlichen bzw. wesentlich niedrigeren Werten. Nach Durchfuhrung der kompletten Sanierung wurde in den Berechnungen der Luftwechsel auf 0,5 h-1 reduziert. Damit wird die gegenuber dem IST-Zustand deutlich dichtere Gebaudehulle berucksichtigt.

• Innere Warmequellen

Die Leistung innerer Warmequellen ist von 5 W/m2 Gebaudenutzflache nach EnEV auf 2,5 W/m2 Wohnflache (EFH/RH) bzw. 3,2 W/m2 Wohnflache (MFH) reduziert.

• Energiebezugsflache

Die in der EnEV verwendete „Gebaudenutzflache“ ist eine kunstliche GroBe. Sie liegt zwischen 10 % und 40 % uber der bei Wohngebauden allgemein gebrauchlichen Wohnflache und spiegelt daher unrealistische spezifische Kennwerte vor. Durch die optimistischen Ansatze bei der energetischen Bilanzierung und die zu groBe „Gebau — denutzflache“ AN liegen die nach EnEV berechneten Energiekennwerte um ca. 10 bis 50 % niedriger als gemessene auf die reale Flache bezogene Verbrauchskennwerte. [Loga; 2001] Daher werden alle Berechnungsergebnisse in dieser Studie auf die Wohn­flache bezogen. Die Ergebnisse werden damit z. B. vergleichbar mit den Ergebnissen der Heizspiegel, die sich ebenfalls auf die Wohnflache beziehen.

Volkswirtschaftliche Kriterien

Unterwirft man verschiedene Investitionsalternativen volkswirtschaftlichen Kriterien, so mussen die Bewertungen nicht immer zu den gleichen Ergebnissen wie die betriebswirtschaft — liche Untersuchung kommen. Z. B. ist bei betriebswirtschaftlicher Kostengleichheit zwischen einer Variante mit hohen Energiekosten (z. B. durch Bezug von Heizol) und einer Variante mit hohen Kapitalkosten (z. B. durch Dammung der AuBenwand) bei gleicher Energiedienst- leistung volkswirtschaftlich die letzte Alternative sehr viel wunschenswerter, da die entste — henden Kosten in diesem Fall vollstandig der nationalen Wirtschaft zu Gute kommen, wah — rend sie im ersten Fall groBtenteils fur importierte Rohstoffe ausgegeben werden mussen. Gleichzeitig werden durch die Energieeinsparung die Kohlendioxid-Emissionen reduziert, so dass okologische und volkswirtschaftliche Aspekte durchaus im Einklang miteinander stehen. Ein zusatzlicher positiver Effekt auf den Arbeitsmarkt entsteht daruber hinaus ebenfalls.

Fazit

Die Ausfuhrungen belegen, dass betriebswirtschaftliche Kostenrechnungen nur ein Kriterium bei der Entscheidung fur eine (energetische) Modernisierung darstellen kann, weitere nicht genauer finanziell quantifizierbar Entscheidungsfaktoren sowie volkswirtschaftliche und Okologische Kriterien mussen letztlich ebenfalls berucksichtigt werden.